Amnesty International Koordinationsgruppe Kolumbien

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Koordinationsgruppe Kolumbien

Willkommen auf der Internetpräsenz der Koordinationsgruppe Kolumbien von Amnesty International Deutschland. Sie finden hier Informationen über die men­schenrechtliche Situation in Kolumbien, die Arbeit von Amnesty und der Kolumbien Koordinationsgruppe. Wir bemühen uns die Informationen stets aktuell zu halten. Bei spezifischen Fragen oder Anregungen können Sie uns gern kontaktieren.

Kolumbien aktuell


Friedensdemonstration in Bogotá, Kolumbien. © AP Graphics Bank

11.05.2016 | Veranstaltungshinweis

OFFENE WUNDEN: WIE VIEL GERECHTIGKEIT VERTRÄGT FRIEDEN?

Podiumsdiskussion zur neuen Übergangsjustiz in Kolumbien am 1. Juni 2016 in Berlin

Mitte Dezember 2015 beschlossen Kolumbiens Regierung und die Guerilla-Gruppe FARC den Rahmen für ein Übergangsjustizsystem, das künftig Menschenrechtsverletzungen und Völkerrechtsverstöße aller Konfliktparteien aufarbeiten soll. Bisher kommen in Kolumbien in über 9 von 10 Fällen Täter*innen selbst bei schwersten Verbrechen straflos davon. Diese Straflosigkeit trägt seit fast 70 Jahren wesentlich dazu bei, dass der bewaffnete Konflikt im Land bis heute andauert. Die Einigung der Verhandlungsparteien wirft nicht zuletzt deshalb viele Fragen auf.

Für wie viel Gerechtigkeit Kolumbien mit seiner neuen Übergangsjustiz sorgen, wie viel Gerechtigkeit der bevorstehende Friedensprozess im Land (er)tragen kann und wie diese Gratwanderung in anderen Staaten, etwa den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, bewältigt wurde, darüber diskutieren:

  • Padre DARÍO ECHEVERRI │ Generalsekretär der Nationalen Versöhnungskommission Kolumbiens
  • MdB TOM KOENIGS │ Sonderbeauftragter des Bundesministers des Auswärtigen zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien
  • NATASCHA ZUPAN │ Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung, FriEnt
  • SOLOMON SACCO │ Leiter des Programms gegen Straflosigkeit im Internationalen Sekretariat von Amnesty International


am MITTWOCH, 1. JUNI 2016 │ 19.30 – 21.30 UHR

im HAUS DER DEUTSCHEN CARITAS
Reinhardtstraße 13, 10117 Berlin
(U Oranienburger Tor: U6, Tram M1 und 12)

Um ANMELDUNG wird gebeten an mail@kolko.net (Betreff: „Offene Wunden“) bis Freitag, 27. Mai 2016.
Empfang im Anschluss. Für deutsch-spanisch-englische Simultanübersetzung ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.


AMNESTY INTERNATIONAL, CARITAS INTERNATIONAL und KOLKO E. V. freuen sich über Ihr / Euer Kommen!


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Zerstörung von Waffen in der kolumbianischen Stadt Sogamoso (Departement Boyacá), die unter anderem von den Guerilla-Gruppen ELN und FARC stammen. November 2014. © AFP/Getty Images

30.03.2016 | Pressemitteilung

Friedensgespräche mit dem ELN

Amnesty International fordert: Gerechtigkeit für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen

In Kolumbien haben die Regierung und das "Nationale Befreiungsheer" (Ejército de Liberación Nacional, ELN), die zweitgrößte Guerilla-Gruppe des Landes, Friedensverhandlungen angekündigt. Die Rechte der Opfer von Menschenrechtsverletzungen sollten im Zentrum der Gespräche stehen.

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Grasende Viehherde auf dem Land der Kleinbauern-Gemeinde El Porvenir im Gemeindebezirk Puerto Gaitán, Departement Meta. Auch auf dem Kollektivland der 34 afrokolumbianischen Flussgemeinden am Curvaradó und Jiguamiandó im Department Chocó wird vielerorts illegal Vieh von Unternehmen geweidet. Doch nicht nur RinderzüchterInnen beuten das äußerst fruchtbare und rohstoffreiche Kollektivland am Unterlauf des Atrato unrechtmäßig aus. Andere Unternehmen bauen hier illegal Ölpalmen an, schlagen Edelhölzer ein, pflanzen Maniok und vor allem Bananen. Selbst Gold soll hier womöglich bald geschürft werden. © Corporación Jurídica Yira Castro

20.12.2015 | Interview

"Ohne unser Land sind wir niemand"

Gemeindesprecher Enrique Cabezas berichtet über Vertreibung und Landraub an den Flüssen Curvaradó und Jiguamiandó in Nordwest-Kolumbien

Wer in Kolumbien geraubtes Land zurückfordert, begibt sich in Lebensgefahr. 1997 vertrieben Streitkräfte gemeinsam mit Paramilitärs über 4.000 AfrokolumbianerInnen an den Flüssen Curvaradó und Jiguamiandó gewaltsam aus ihren Dörfern. In Sicherheit und Würde auf ihrem Land leben, können die Betroffenen auch heute nicht. Ein Gespräch mit Gemeindesprecher Enrique Cabezas über Flucht, Straflosigkeit und die schwierige Rückkehr auf einen reichen Flecken Erde inmitten eines nicht enden wollenden Konflikts.


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Nachdem sie 2012 gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben worden waren, errichten indigene Familien ein Camp im Schutze eines Schulgebäudes in Aguasal, einer Gemeinde des indigenen Kollektivlandes (<em>resguardo</em>) von Alto Andágueda in Kolumbien (Departement Chocó). Amnesty International dokumentiert ihren Fall im neuen Kolumbien-Bericht <em>Land zurückgeben, Frieden sichern: Territorialrechte indigener und afrokolumbianischer Gruppen</em>. © Steve Cagan

05.11.2015 | Bericht

Wirtschaftsinteressen verhindern wirksamen Zugang ethnischer Gemeinden zu Land

Neuer Kolumbien-Bericht zu Landraub und Landrückgabe von Amnesty International

Bei der Rückgabe geraubten Landes an indigene und afrokolumbianische Gruppen haben die Behörden in Kolumbien kaum Fortschritte erzielt, stellt Amnesty International in einem neuen Bericht fest. Verhindert haben dies in vielen Fällen auch Wirtschaftsinteressen. Die Regierung muss deshalb endlich dem Recht ethnischer Gemeinden, selbst darüber zu entscheiden, wie ihr Land genutzt wird, Vorrang einräumen vor den Interessen von Unternehmen, die dieses Land nutzen wollen.

Anhand der Fälle der indigenen Gemeinde Alto Andágueda (Departement Chocó) und der afrokolumbianischen Gemeinde La Toma (Departement Cauca) zeigt Amnesty International auf, warum ethnische Gemeinschaften in Kolumbien ihr Land – selbst wenn es ihnen gehört – nach wie vor kaum frei nach ihren Wünschen, in Sicherheit und in Würde nutzen können.

Zum Bericht Land zurückgeben, Frieden sichern: Territorialrechte indigener und afrokolumbianischer Gruppen in deutscher Fassung geht es hier.


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Durch Regengüsse geflutete Savanne in El Porvenir, Gemeindebezirk Puerto Gaitán, Departement Meta. Die meisten Kleinbauern und -bäuerinnen aus El Porvenir wurden durch Drohungen, Morde und Fälle von Verschwindenlassen von ihrem Land vertrieben, die paramilitärische Gruppen um den Edelsteinhändler und Unternehmer Víctor Carranza über 30 Jahre lang immer wieder gegen die Gemeindemitglieder verübt haben. Auch heute streiten sie mit den Nachkommen des 'Smaragd-Zaren' um die Rückgabe ihres Landes. Sie sehen sich weiter gewaltsamen Übergriffen und Drohungen ausgesetzt. Ihr Fall ist zusammen mit vier weiteren im Amnesty-International-Bericht zum Landrückgabe-Prozess in Kolumbien dokumentiert. © Corporación Jurídica Yira Castro

01.07.2015 | Bericht

Update Landraub und Landrückgabe

Amnesty International-Bericht zu Landrückgabe in Kolumbien in aktualisierter Zusammenfassung auf Deutsch verfügbar

Am 01. Januar 2012 ist in Kolumbien das sogenannte Opfer- und Landrückgabe-Gesetz (Ley 1448 de Víctimas y Restitución de Tierras) in Kraft getreten. Über das Gesetz sollen in den kommenden zehn Jahren die verschiedenen Opfergruppen des internen bewaffneten Konfliktes entschädigt und Menschen, die vertrieben und denen im Zusammenhang mit den bewaffneten Auseinandersetzungen Land gestohlen wurde, dieses zurückgegeben werden.

Im Bericht Ein Landtitel reicht nicht: Landrückgabe in Kolumbien nachhaltig durchführen analysiert Amnesty International aus Menschenrechtsperspektive, wie der Landrückgabe-Prozess in seinen ersten drei Jahren umgesetzt worden ist.

Der Bericht ist nun in einer aktualisierten Zusammenfassung auf Deutsch verfügbar und kann hier heruntergeladen werden.

Der Originalbericht von November 2014 in englischer Sprache kann hier und in spanischer Sprache hier heruntergeladen werden.

Zu den Hintergründen von Vertreibung, Landraub und Landrückgabe in Kolumbien hat Amnesty International hier eine kurze Übersicht erstellt und zum Opfer- und Landrückgabe-Gesetz hier eine Kurzanalyse.

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Ein Stück Land in El Carpintero, Gemeinde Cabuyaro, Departement Meta. Die meisten Kleinbauern und -bäuerinnen aus El Carpintero wurden durch eine Welle von Morden und Fällen von Verschwindenlassen vertrieben, die paramilitärische Gruppen Ende der 1990er Jahre gegen die Gemeindemitglieder verübten. Unermüdlich versuchen viele seit Jahren in Sicherheit auf ihr Land zurückzukehren. Das Opfer- und Landrückgabe-Gesetz 1448 – 2012 in Kraft getreten – hat ihnen neue Hoffnung gegeben, dass ihr Traum am Ende doch noch Wirklichkeit werden könnte. Ihr Fall ist zusammen mit vier weiteren im Amnesty-International-Bericht von November 2014 zum Landrückgabe-Prozess in Kolumbien dokumentiert. © Corporación Claretiana Norman Pérez Bello – Centro Claretiano de Investigación y Educación Popular

24.04.2015 | Veranstaltungshinweis

Podiumsdiskussion am 24.04.2015 in Berlin: LANDRAUB UND LANDRÜCKGABE IN KOLUMBIEN

Seit drei Jahren bemüht sich die Regierung Kolumbiens, gewaltsam geraubtes Land an Millionen Vertriebene zurückzugeben. Land tatsächlich zurückerhalten, haben bisher viel weniger als erhofft. Gewachsen sind hingegen die Gefahren für diejenigen, die sich für die Rückgabe gestohlenen Landes und die Rechte der Opfer stark machen. Mit den Menschenrechtsverteidigerinnen Belinda Márquez und Claudia Erazo beleuchten Amnesty International und Misereor in der VERANSTALTUNG "Bedroht, vertrieben, bestohlen - mutiger denn je" die Ursachen von Landraub und Vertreibung in ihrer Heimat und die Perspektiven der schwierigen Landrückgabe inmitten eines nach wie vor andauernden bewaffneten Konfliktes.

  • am Freitag, 24. April 2015, 18.30 Uhr im taz.café (Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin, U Kochstraße: U6, M29)
  • mit Belinda Márquez, Sprecherin der Kleinbäuerinnenvereinigung ASOMUPROCA in der Gemeinde Playones de Pivijay, Departement Magdalena, und Claudia Erazo, Anwältin und Direktorin des kolumbianischen Menschenrechtszentrums Corporación Jurídica Yira Castro
  • Moderation und Einführung zu Landraub und Menschenrechten: Dr. Verena Haan, Referentin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Amnesty Deutschland
  • Im Anschluss zeigen wir den Dokumentarfilm 'Tranquilandia' (2014, 56min, OmdtU) von Joel Stängle.

Der Veranstaltungsflyer ist hier zu finden.

Wir freuen uns über Ihr Kommen!

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