Amnesty International Koordinationsgruppe Kolumbien

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Koordinationsgruppe Kolumbien

Willkommen auf der Internetpräsenz der Koordinationsgruppe Kolumbien von Amnesty International Deutschland. Sie finden hier Informationen über die men­schenrechtliche Situation in Kolumbien, die Arbeit von Amnesty und der Kolumbien Koordinationsgruppe. Wir bemühen uns die Informationen stets aktuell zu halten. Bei spezifischen Fragen oder Anregungen können Sie uns gern kontaktieren.

Kolumbien aktuell


Vertreter der FARC, der kubanischen und der kolumbianischen Regierung bei den Friedensverhandlungen in Havana, Kuba, am 24. August 2016. © AFP/Getty Images

25.08.2016 | Pressemitteilung

Historisches Abkommen bringt Hoffnung auf Frieden

Kolumbiens Regierung und die Guerilla-Gruppe FARC schließen ihre Friedensverhandlungen ab

Nach mehr als 50 Jahren bewaffneter Auseinandersetzungen in Kolumbien haben die Regierung und die Guerilla-Gruppe FARC bekannt gegeben, dass sie sich auf einen abschließenden Friedensvertrag geeinigt haben. Amnesty International begrüßt den Abschluss der Gespräche als einen bedeutsamen und seit Langem herbei gesehnten Schritt, der Hoffnung bringt, dass in Kolumbien endlich Frieden herrscht.

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Zerstörung von Waffen in der kolumbianischen Stadt Sogamoso (Departement Boyacá), die unter anderem von den Guerilla-Gruppen ELN und FARC stammen. November 2014. © AFP/Getty Images

23.06.2016 | Pressemitteilung

Bilateraler Waffenstillstand zwischen Kolumbiens Regierung und den FARC

Amnesty International fordert wirksameren Schutz für bedrohte Menschenrechtsverteidiger_innen und Gemeinden

Historischer Schritt nach vorn: Kolumbiens Regierung und die Guerilla-Gruppe FARC einigen sich auf einen Fahrplan für einen endgültigen bilateralen Waffenstillstand und das Ende aller Kampfhandlungen.

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Friedensdemonstration in Bogotá, Kolumbien. © AP Graphics Bank

11.05.2016 | Veranstaltungshinweis

OFFENE WUNDEN: WIE VIEL GERECHTIGKEIT VERTRÄGT FRIEDEN?

Podiumsdiskussion zur neuen Übergangsjustiz in Kolumbien am 1. Juni 2016 in Berlin

Mitte Dezember 2015 beschlossen Kolumbiens Regierung und die Guerilla-Gruppe FARC den Rahmen für ein Übergangsjustizsystem, das künftig Menschenrechtsverletzungen und Völkerrechtsverstöße aller Konfliktparteien aufarbeiten soll. Bisher kommen in Kolumbien in über 9 von 10 Fällen Täter*innen selbst bei schwersten Verbrechen straflos davon. Diese Straflosigkeit trägt seit fast 70 Jahren wesentlich dazu bei, dass der bewaffnete Konflikt im Land bis heute andauert. Die Einigung der Verhandlungsparteien wirft nicht zuletzt deshalb viele Fragen auf.

Für wie viel Gerechtigkeit Kolumbien mit seiner neuen Übergangsjustiz sorgen, wie viel Gerechtigkeit der bevorstehende Friedensprozess im Land (er)tragen kann und wie diese Gratwanderung in anderen Staaten, etwa den Ländern des ehemaligen Jugoslawien, bewältigt wurde, darüber diskutieren:

  • Padre DARÍO ECHEVERRI │ Generalsekretär der Nationalen Versöhnungskommission Kolumbiens
  • MdB TOM KOENIGS │ Sonderbeauftragter des Bundesministers des Auswärtigen zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien
  • NATASCHA ZUPAN │ Leiterin der Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung, FriEnt
  • SOLOMON SACCO │ Leiter des Programms gegen Straflosigkeit im Internationalen Sekretariat von Amnesty International


am MITTWOCH, 1. JUNI 2016 │ 19.30 – 21.30 UHR

im HAUS DER DEUTSCHEN CARITAS
Reinhardtstraße 13, 10117 Berlin
(U Oranienburger Tor: U6, Tram M1 und 12)

Um ANMELDUNG wird gebeten an mail@kolko.net (Betreff: „Offene Wunden“) bis Freitag, 27. Mai 2016.
Empfang im Anschluss. Für deutsch-spanisch-englische Simultanübersetzung ist gesorgt. Der Eintritt ist frei.


AMNESTY INTERNATIONAL, CARITAS INTERNATIONAL und KOLKO E. V. freuen sich über Ihr / Euer Kommen!


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Zerstörung von Waffen in der kolumbianischen Stadt Sogamoso (Departement Boyacá), die unter anderem von den Guerilla-Gruppen ELN und FARC stammen. November 2014. © AFP/Getty Images

30.03.2016 | Pressemitteilung

Friedensgespräche mit dem ELN

Amnesty International fordert: Gerechtigkeit für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen

In Kolumbien haben die Regierung und das "Nationale Befreiungsheer" (Ejército de Liberación Nacional, ELN), die zweitgrößte Guerilla-Gruppe des Landes, Friedensverhandlungen angekündigt. Die Rechte der Opfer von Menschenrechtsverletzungen sollten im Zentrum der Gespräche stehen.

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Grasende Viehherde auf dem Land der Kleinbauern-Gemeinde El Porvenir im Gemeindebezirk Puerto Gaitán, Departement Meta. Auch auf dem Kollektivland der 34 afrokolumbianischen Flussgemeinden am Curvaradó und Jiguamiandó im Department Chocó wird vielerorts illegal Vieh von Unternehmen geweidet. Doch nicht nur RinderzüchterInnen beuten das äußerst fruchtbare und rohstoffreiche Kollektivland am Unterlauf des Atrato unrechtmäßig aus. Andere Unternehmen bauen hier illegal Ölpalmen an, schlagen Edelhölzer ein, pflanzen Maniok und vor allem Bananen. Selbst Gold soll hier womöglich bald geschürft werden. © Corporación Jurídica Yira Castro

20.12.2015 | Interview

"Ohne unser Land sind wir niemand"

Gemeindesprecher Enrique Cabezas berichtet über Vertreibung und Landraub an den Flüssen Curvaradó und Jiguamiandó in Nordwest-Kolumbien

Wer in Kolumbien geraubtes Land zurückfordert, begibt sich in Lebensgefahr. 1997 vertrieben Streitkräfte gemeinsam mit Paramilitärs über 4.000 AfrokolumbianerInnen an den Flüssen Curvaradó und Jiguamiandó gewaltsam aus ihren Dörfern. In Sicherheit und Würde auf ihrem Land leben, können die Betroffenen auch heute nicht. Ein Gespräch mit Gemeindesprecher Enrique Cabezas über Flucht, Straflosigkeit und die schwierige Rückkehr auf einen reichen Flecken Erde inmitten eines nicht enden wollenden Konflikts.


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Nachdem sie 2012 gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben worden waren, errichten indigene Familien ein Camp im Schutze eines Schulgebäudes in Aguasal, einer Gemeinde des indigenen Kollektivlandes (<em>resguardo</em>) von Alto Andágueda in Kolumbien (Departement Chocó). Amnesty International dokumentiert ihren Fall im neuen Kolumbien-Bericht <em>Land zurückgeben, Frieden sichern: Territorialrechte indigener und afrokolumbianischer Gruppen</em>. © Steve Cagan

05.11.2015 | Bericht

Wirtschaftsinteressen verhindern wirksamen Zugang ethnischer Gemeinden zu Land

Neuer Kolumbien-Bericht zu Landraub und Landrückgabe von Amnesty International

Bei der Rückgabe geraubten Landes an indigene und afrokolumbianische Gruppen haben die Behörden in Kolumbien kaum Fortschritte erzielt, stellt Amnesty International in einem neuen Bericht fest. Verhindert haben dies in vielen Fällen auch Wirtschaftsinteressen. Die Regierung muss deshalb endlich dem Recht ethnischer Gemeinden, selbst darüber zu entscheiden, wie ihr Land genutzt wird, Vorrang einräumen vor den Interessen von Unternehmen, die dieses Land nutzen wollen.

Anhand der Fälle der indigenen Gemeinde Alto Andágueda (Departement Chocó) und der afrokolumbianischen Gemeinde La Toma (Departement Cauca) zeigt Amnesty International auf, warum ethnische Gemeinschaften in Kolumbien ihr Land – selbst wenn es ihnen gehört – nach wie vor kaum frei nach ihren Wünschen, in Sicherheit und in Würde nutzen können.

Zum Bericht Land zurückgeben, Frieden sichern: Territorialrechte indigener und afrokolumbianischer Gruppen in deutscher Fassung geht es hier.


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