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StartseitePodiumsdiskussion am 7. Dezember 2017 in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin: Ein Jahr Friedensabkommen – Wie hat sich Kolumbien verändert?

<em>Ein Jahr Friedensabkommen: Wie hat sich Kolumbien verändert?</em> Eine Podiumsdiskussion zum ersten Jahr der Umsetzung des am 24. November 2016 unterzeichneten und am 1. Dezember 2016 wirksam gewordenen Friedensvertrages von Kolumbiens Regierung und der Guerilla-Gruppe FARC. <br clear='all' /><br clear='all' />MIT: <em>Paula Gaviria Betancur</em> (Menschenrechtsbeauftragte im Büro des Präsidenten der Republik Kolumbien), <em>Tom Koenigs</em> (Sonderbeauftragter des Bundesministers des Auswärtigen zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien), <em>Jairo Rivera Hénker</em> (Delegierter von <em>Voces de Paz</em> in der Repräsentant*innenkammer des kolumbianischen Kongresses im Auftrag der FARC) und <em>Diana Sánchez Lara</em> (Direktorin der <em>Asociación MINGA</em> und Koordinatorin des <em>Programa Somos Defensores</em>) <br clear='all' /><br clear='all' />WANN: Donnerstag, 7. Dezember 2017, 18.30 – 20.00 Uhr <br clear='all' /><br clear='all' />WO: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin <br clear='all' /><br clear='all' />WER: Amnesty International Deutschland mit Adveniat, Brot für die Welt, Heinrich-Böll-Stiftung, kolko – Menschenrechte für Kolumbien und Misereor, mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe – AGEH, Caritas international, Kolumbiengruppe Nürtingen und pax christi – Deutsche Sektion <br clear='all' /><br clear='all' />Kein Datum. © Alexandra Huck, kolko – Menschenrechte für Kolumbien e. V.

07.12.2017 | Veranstaltungshinweis

Ein Jahr Friedensabkommen: Wie hat sich Kolumbien verändert?

Podiumsdiskussion zur Umsetzung des Friedensvertrages von Regierung und FARC am 7. Dezember 2017 in Berlin

Seit einem Jahr wird das Friedensabkommen zwischen Kolumbiens Regierung und den FARC Anfang Dezember in Kraft sein. Mit einer Podiumsdiskussion blicken wir auf die vergangenen 12 Monate zurück und ziehen eine erste Bilanz, wie weit der historische Vertrag bisher umgesetzt wurde. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage: Wie hat sich Kolumbien verändert?

Im Dezember 2016 trat das Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und den „Revolutionären Streitkräften Kolumbiens“ (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia, FARC) nach fast vierjährigen Verhandlungen in Kraft. Es drohte in der Zielgeraden noch zu scheitern, als der Vertrag in einem Referendum mit knapper Mehrheit abgelehnt wurde. Eine überarbeitete Fassung wurde schließlich per Parlamentsbeschluss verabschiedet und in Kraft gesetzt. Im Eilverfahren wurden seither wichtige gesetzliche Voraussetzungen geschaffen, um den Weg für die Implementierung frei zu machen, wie z. B. ein Amnestiegesetz für Militärs und FARC.

Doch das schwierigste Stück des Weges hat damit erst begonnen – die Umsetzung. Nach wie vor ist die Bevölkerung in der Frage des Abkommens gespalten. Auch in Parlament und Senat gibt es heftigen Gegenwind, insbesondere aus dem Umfeld des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe, der immer noch über großen politischen Einfluss verfügt. Die Sicherheitslage im Land hat sich zwar verbessert, aber nicht überall und nicht für alle. Insbesondere in rohstoffreichen und fruchtbaren Territorien dringen (neo-)paramilitärische und andere bewaffnete Gruppen vor, darunter auch die Guerillagruppe „Nationales Befreiungsheer“ (Ejército de Liberación Nacional, ELN). Menschen, die sich für die Verteidigung von Menschenrechten, von natürlichen Ressourcen und Land einsetzen, werden bedroht und ermordet.

Auf der anderen Seite erfahren die Bemühungen, den jahrzehntelangen Konflikt beizulegen, weltweit große Unterstützung – auch Deutschland ist hier sehr stark engagiert.

Wir möchten in der Podiumsdiskussion der Frage nachgehen, wo der Friedensprozess nach einem Jahr steht. Wie hat sich Kolumbien verändert? Was ist besser geworden? Was hat sich möglicherweise verschlechtert und warum? Wo liegen die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Abkommens? Was bedeuten die 2018 anstehenden Kongress- und Präsidentschaftswahlen für den Friedensprozess? Was kann die Bundesregierung, was können Akteure der deutschen Zivilgesellschaft tun, um den Prozess zu unterstützen?


Es diskutieren:


PAULA GAVIRIA BETANCUR │ Menschenrechtsbeauftragte im Büro des Präsidenten der Republik Kolumbien

TOM KOENIGS │ Sonderbeauftragter des Bundesministers des Auswärtigen zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien

JAIRO RIVERA HÉNKER │ Delegierter von Voces de Paz in der Repräsentant*innenkammer des kolumbianischen Kongresses im Auftrag der FARC

DIANA SÁNCHEZ LARA │ Direktorin der Asociación MINGA und Koordinatorin des Programa Somos Defensores

moderiert von Silke Pfeiffer (Brot für die Welt)


am DONNERSTAG, 7. DEZEMBER 2017 │ 18.30 – 20.00 UHR

in der HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG BERLIN
Schumannstraße 8, 10117 Berlin
(U Oranienburger Tor: U6, Tram M1, M5 und 12)


Kontakt für weitere Informationen:
Heinrich-Böll-Stiftung
Evelyn Hartig
E-Mail: hartig[at]boell.de

Zum Veranstaltungslink auf den Seiten der Heinrich-Böll-Stiftung geht es hier


Eine Veranstaltung von Amnesty International Deutschland mit Adveniat, Brot für die Welt, Heinrich-Böll-Stiftung, kolko – Menschenrechte für Kolumbien und Misereor, mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe – AGEH, Caritas international, Kolumbiengruppe Nürtingen und pax christi – Deutsche Sektion.

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