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Kolumbien Koordinationsgruppe

Umfassender Amnesty-Bericht zu Menschenrechtsverletzungen an Zivilisten veröffentlicht

Amnesty International’s Bericht, “‘Leave us in peace!’ Targeting civilians in Colombia’s internal armed conflict”, ist ein umfassender Bericht über die Lage der Menschenrechte in Kolumbien. Der Bericht beinhaltet eine Reihe von Empfehlungen, die, sofern sie von der Regierung und den Guerilla-Gruppen umgesetzt werden, dazu betragen könnten, die Menschenrechtstragödie in dem Land zu beenden.

Der Bericht erzählt die Geschichten von den Einzelpersonen und Gemeinschaften, die am härtesten von dem Konflikt betroffen sind: von Mitgliedern afro-kolumbianischer, indigener und Kleinbauern-Gemeinden, die getötet oder aus ihrem Zuhause vertrieben wurden; von Entführungsopfern; von vergewaltigten Frauen und Mädchen; von Kindern, die von Paramilitärs und Guerilla rekrutiert oder von Landminen verstümmelt wurden; von Gemeinden, die aktiv für die Verteidigung ihres Rechts eintreten, nicht in den Konflikt hineingezogen zu werden; von Menschenrechts­verteidigern und Gewerkschaftern, deren Arbeit für die Menschenrechte sie ihr Leben gekostet hat.

Links und Material zum Download:

- “‘Leave us in peace!’ Targeting civilians in Colombia’s internal armed conflict” - englischsprachige Originalfassung des Berichts (.pdf)

- Fallstudien - inoffizielle deutsche Übersetzung

- Zahlen und Fakten - inoffizielle deutsche Übersetzung

Aktiv werden:

- neu Onlinepetition für den Schutz der Zivilbevölkerung in Kolumbien

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Seminarankündigung:

Zivilisten im Fadenkreuz –
die Menschenrechtslage in Kolumbien

24.-26. April 2009 in Berlin

Über 70.000 Tote, zwischen 3 und 4 Millionen gewaltsam Vertriebene, zwischen 15.000 und 30.000 Opfer von „Verschwindenlassen“ – das ist die traurige Bilanz der letzten 20 Jahre des bewaffneten Konflikts in Kolumbien. Über 20.000 Menschen wurden zudem in den letzten 10 Jahren entführt oder als Geisel genommen.
Dieses Seminar soll einen Überblick über die Menschenrechtslage der Zivilbevölkerung zwischen den Fronten des bewaffneten Konflikts in Kolumbien geben, in dem sich seit mehreren Jahrzehnten Guerilla-Gruppierungen, Paramilitärs und Streitkräfte gegenüber stehen.
Folgende Fragen wird das Seminar behandeln: Wo liegen die Ursachen des Konflikts? Welche Rolle spielt die Regierung, besonders mit Hinblick auf das Thema „Extralegale Hinrichtungen“? Wie ist der Demobilisierungsprozess der Paramilitärs einzuschätzen? Und welche Arbeit machen Menschenrechtsverteidiger vor Ort, beispielsweise in Friedensgemeinden, Gewerkschaften oder NGOs? Außerdem sollen die Auswirkungen der Straflosigkeit und die Situation der Binnenflüchtlinge im Land thematisiert werden. Neben der thematischen Arbeit wollen wir dem Erfahrungsaustausch unter den SeminarteilnehmerInnen genügend Platz einräumen.
Das Seminar richtet sich vor allem an Mitglieder von Amnesty-Gruppen, die bereits zu Kolumbien arbeiten.
Das Seminar beginnt am Freitag um 18.00 Uhr mit einem gemeinsamen Abendessen und endet Sonntag gegen 14 Uhr nach dem Mittagessen.

Tagungsort: Ver.di Jugendbildungsstätte Berlin-Konradshöhe

Veranstalter: Amnesty International

ReferentInnen: Mitglieder der Kolumbien-Koordinationsgruppe sowie externe Kolumbien-Experten

Seminarleitung: Kolumbien-Koordinationsgruppe

TeilnehmerInnenzahl: ca. 20

Seminarbeitrag: N.N.

Anmeldung an: N.N

 

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