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amnesty international Deutschland
Kolumbien Koordinationsgruppe

Veranstaltungsreihe im November:

Kolumbien: Neuer Präsident - alte Konflikte Menschenrechtsverteidiger berichten

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© amnesty international

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1) Dienstag, 09.11.2010: Mord für die Statistik - Die Verschleppung und Ermordung von Jugendlichen aus Soacha

2) Mittwoch, 17.11.2010: Der Fluch des Reichtums - Vertreibung und Kriminalisierung in Catatumbo

3) Donnerstag, 25.11.2010: Kolumbiens Kohle befeuert deutsche Kraftwerke - Rechte von Gewerkschaften und Indigenen auf Sparflamme

Alle Veranstaltungen finden in spanischer Sprache, mit deutscher ‹bersetzung statt und beginnen jeweils um 19.30 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert Havemann Saal.

Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin
Tram M4, Bus 142 & 200
(„Am Friedrichshain“)

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.

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Dienstag, 09.11.2010, 19:30 Uhr

Vortrag und Diskussion

Kolumbien: Mord für die Statistik – Die Verschleppung und Ermordung von Jugendlichen aus Soacha
Die Mütter der Opfer und eine Anwältin berichten.

2008 wurde das gewaltsame „Verschwindenlassen“ und die anschließende Tötung Jugendlicher aus Soacha, nahe der Hauptstadt Bogotá, durch staatliche Sicherheitskräfte aufgedeckt. Die Jugendlichen wurden gewaltsam rekrutiert und anschließend verschleppt. Das Militär bezeichnete die ermordeten Personen fälschlicherweise als im Kampf getötete Guerilleros (falsos positivos). Damit sicherten sich die Soldaten Prämien und die Vorgesetzten Anerkennung und Beförderung. Nach der Aufdeckung des Skandals ging die Zahl der falsos positivos zwar zurück, die Drohungen gegen Angehörige und Anwälte der Opfer nahmen jedoch zu.

Zwei Mütter berichten vom Schicksal ihrer Söhne und ihrem Kampf für Gerechtigkeit, bei dem sie von der Menschenrechtsorganisation MINGA unterstützt werden.

mit:

Maria Ubilerma Sanabria Lopez und Luz Marina Bernal – Madres de Soacha

Nancy Sánchez – Vereinigung für soziale Förderung MINGA

 

Veranstalter: Amnesty International, kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

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Mittwoch, 17.11., 19:30 Uhr

Vortrag und Diskussion

Kolumbien - Der Fluch des Reichtums: Vertreibung und Kriminalisierung im Catatumbo.
KleinbäuerInnen und ihre Anwältinnen berichten.

Große Projekte für Kohle- und Ölförderung und den Anbau von Ölpalmen sind im Catatumbo geplant und sollen der wirtschaftlichen Entwicklung der Region dienen. Entwicklung für KleinbäuerInnen und Indigene ist damit nicht gemeint: Sie setzten sich für ihre Landrechte ein und sind deshalb Vertreibung, Mord und Drohungen ausgesetzt und werden mit Strafprozessen überzogen. Davon berichten Gilma Tellez von ASCAMCAT und Luis Alberto Rojas von ASODEMUC. Sie werden in ihren Anliegen vom Anwaltskollektiv Luis Carlos Perez unterstützt. Von ihrer Arbeit berichten Judith Maldonado und Julia Figueroa. Doch auch die Anwältinnen wurden in den letzten Monaten bedroht und tätlich angegriffen, sensible Daten wurden ihnen gestohlen.

Spanisch mit deutscher Übersetzung

Veranstalter: Amnesty International, kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V.

Weitere Informationen: http://www.kolko.de

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Donnerstag, 25.11.2011, 19:30 Uhr

Vortrag und Diskussion

Kolumbiens Kohle befeuert deutsche Kraftwerke – Rechte von Gewerkschaften und Indigenen auf Sparflamme

Kolumbien ist mittlerweile der zweitgrößte Steinkohlelieferant für Deutschlands Kraftwerke.
Die Schattenseiten dieser Entwicklung bleiben den deutschen Stromkunden bislang weitgehend verborgen. Für die riesigen Steinkohletagebaue werden Menschen vertrieben, die Umwelt zerstört, die Rechte indigener Gemeinschaften ignoriert, gewerkschaftliche Organisation der ArbeiterInnen be- oder gar verhindert. Während internationale Konzerne Milliardengewinne erwirtschaften, müssen die Menschen in der Region hilflos mit ansehen, wie immer größere Flächen fruchtbaren Landes dem Bergbau zum Opfer fallen.

In den Bundesstaaten Guajira und Cesar in Norden Kolumbiens. liegen die beiden größten Abbaugebiete für Exportkohle. Über die Situation dort berichten Jairo Fuentes Epiayu, Gouverneur der indigenen Gemeinde Tamaquitos und Alfredo Tovar, Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Sintramienergetica und Arbeiter bei Glencore.

Im Jahr 2010 werden sehr wahrscheinlich erstmals mehr als 8.000.000 Tonnen Steinkohle aus Kolumbien nach Deutschland importiert. Durch den Neubau zahlreicher Kraftwerke und die Beendigung des deutschen Steinkohleabbaus 2018 wird sich die Situation weiter zuspitzen. Kolumbien ist ein strategisch wichtiger Partner für die deutsche Energiewirtschaft.

Spanisch mit deutscher Übersetzung

Veranstalter: amnesty international, kolko – Menschenrechte für Kolumbien e.V., FIAN, Klima- Allianz in Deutschland.

Weitere Informationen: www.kolko.de

 

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